Ausgehtipps in Frankfurt

Die hessische Weltstadt

Über Frankfurt kann man ja vieles sagen – nur eines nicht: Das es hier langweilig wäre. Denn die hessische Großstadt – nicht die hessische Hauptstadt, obwohl das viele denken – hat mindestens genauso viel zu bieten wie Berlin, London, Paris, Madrid und sogar New York. Und bei letzterer ist nicht nur die spektakuläre Skyline gemeint. Frankfurt ist eine echte Metropole, eine Weltstadt. Denn hier ist wirklich jeden Tag, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag die Welt zu Hause – von Afghanistan bis Zypern, von Melbourne bis Reykjavik, von Samoa bis Greenwich. Und mit einem Besuch in Frankfurt können Sie ein Teil davon sein.

In der Mainmetropole gibt es viel zu sehen und zu erleben. Wer will, kann hier genauso gut auf Goethes Spuren wandeln wie beim Ironman mitlaufen, die Skyline zu Fuß erklimmen oder Frankfurts Untergrund mit der Bahn erkunden, im Gemalten Haus in Sachsenhausen gemütlich einen Äppelwoi trinken oder im Lafleur am Rande des Palmengartens getauchte schottische Jakobsmuscheln in getrüffelter Wurzelgemüsesauce dinieren.

Hier ein paar Highlights:

Museumsufer

Mit rund 15 Museen rechts und links des Mains gehört das Frankfurter Museumsufer zu den bedeutendsten Standorten für Museen in ganz Deutschland. Besonders die Vielfalt und Qualität der Museen machen Frankfurt zu einer international bekannten Kulturmetropole. Museen wie das Städel, das Deutsche Filmmuseum, das Deutsche Architekturmuseum, das Museum für Kommunikation, das Museum für Angewandte Kunst (MAK) und das Liebieghaus genießen weltweit ein hohes Ansehen. Und wer genug von Kunst und Kultur hat, kann sich über den freischwingenden Holbeinsteg oder über den historischen Eisernen Steg spektakulär in Frankfurter City begeben.

Dom

Wer die gotische Hallenkirche betritt, wandelt auf den Spuren von deutschen Königen und Kaisern. Seit 1356 war der Frankfurter St.-Bartholomäus-Krönungskirche der deutschen Kaiser. Seine reiche Innenausstattung, das Chorgestühl, die Wandbilder und Grabplatten, die verschiedenen Statuen und Figurengruppen, der Marienbaldachin und das Sakramentshaus, … all das macht den Frankfurter Dom sehenswert. Noch mehr Sehenswertes bekommt man, wenn man die circa 300 Stufen zu der auf 66 Metern gelegenen Aussichtsplattform im Turm erklimmt. Einen schöneren Panoramablick über Frankfurt bekommt man fast nirgends.

Römer und Römerberg

Den Römer kennen die meisten schon aus dem Fernsehen – hier wurden seit den 1970er Jahren die Siegesfeiern erfolgreicher Auswahlmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes gefeiert. Wenn von dem Rathausbalkon mal kein Pokal geschwenkt wird, dann hat man als Frankfurtbesucher einen wirklich einzigartigen Rundblick. Der Römer – also das Rathaus – überragt mit seinen Giebelstufen den ganzen Platz, den sogenannten Römerberg. Die „gudd Stubb“ Frankfurts galt im 16. Jahrhundert als der schönste Platz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und bekommt heute neben Römer und Nikolaikirche vor allem durch die 1986 nach historischen Plänen wiederaufgebauten Fachwerkhäuser sein Gesicht.

Paulskirche

Die sandsteinrote Paulskirche war 1848/49 Sitz der ersten deutschen Nationalversammlung und ist, so wie das Hambacher Schloss in der Pfalz, ein steingewordenes Symbol der deutschen Demokratie. Gedenktafeln an der Fassade erinnern an berühmte Politiker, Frankfurter Ehrenbürger und – auf der Nordseite – an die Opfer des Nationalsozialismus.

Alte Oper

Vorbei an der überaus sehenswerten Hauptwache, dem schlagenden Herz Frankfurts, in der Nähe der sogenannten Freßgass (Große Bockenheimer Straße) geht‘s schnurstracks zur Alten Oper. Selbst wenn man kein Ticket für eine der vielen Abendveranstaltungen hat, lohnt sich ein Blick hinein – und einen leckeren Café gibt es dort auch.

Zeil

Hier kann man shoppen, was das Zeug hält. Auf 500 Metern ist hier alles vertreten was Rang und Namen hat. Denn die Zeil gilt schon seit über 100 Jahren als die bekannteste und umsatzstärkste Einkaufsstraße Deutschlands. Eindrucksvolle Beispiele moderner Baukunst sind das Shoppingcenter MyZeil und die nördlich davon aufragenden Doppeltürme des Palais-Quartiers.

Parks

Wer etwas Stille nach dem Trubel in der Frankfurter Innenstadt braucht, sollte einen Spaziergang durch den Palmengarten, den bekannten Frankfurter Zoo oder durch einen der vielen anderen Parks und Grünanlagen der Mainmetropole machen. Manche beherbergen exotische Themengärten oder gar ein Wasserschlösschen, andere dienen im Sommer als Theaterkulisse oder als Spielplatz.

Messe

Auf dem Gelände der Frankfurter Messe ist eigentlich immer etwas los. Wenn mal keine große nationale oder internationale Messe ist, wie zum Beispiel Konsumgütermesse Ambiente im Frühling, die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) im Sommer oder die Frankfurter Buchmesse im Herbst, dann steht garantiert ein weltberühmter Star wie Elton John oder Janet Jackson auf der Bühne der Festhalle.

Die Frankfurter Messe ist nicht nur eine der ältesten der Welt, sondern mit 592.127 Quadratmetern auch eine der größten. Frankfurt Neulinge können die Messe eigentlich nicht übersehen – denn der an einen Bleistift erinnernde 256 Meter hohe Messeturm ist selbst aus 30 Kilometer Entfernung bei gutem Wetter noch zu sehen.

Goethe

Der berühmteste Sohn der Stadt, Johann Wolfgang von Goethe, ist überall in Frankfurt präsent. Im Städel hängt sein berühmtestes Portrait, sein originalgetreu rekonstruiertes Geburtshaus im Großen Hirschgraben beherbergt heute das Goethe-Haus und -Museum, auf dem Goetheplatz steht ein riesiges Goethe-Denkmal, auf die Goethe-Universität gehen über 45.000 Studenten und die berühmte Grüne Soße von Goethes Mutter gibt es in fast jedem Frankfurter Lokal.

Alt-Sachsenhausen

In Alt Sachsenhausen fällt es dem Besucher wirklich schwer sich gewahr zu sein, dass er sich in einer der Metropolen der Welt, in einer echten Banken-Hauptstadt, an einem der weltweiten Drehkreuze für Wirtschaft und Verkehr befindet. Ganz wie in der guten alten Zeit schlendern die Frankfurter und Nichtfrankfurter durch schmale Sträßchen, über kleinen Plätzen mit Kopfsteinpflaster, vorbei an pittoresken Fachwerkhäusern und malerischen Brunnen. Überall stehen echte hessische „Ebbelwoi-Wertschafte“, in denen das „Stöffche“ aus dem „Bembel“ noch im „Gerippten“ getrunken wird, was so viel heißt, wie dass die Gäste den für die Region typischen Apfelwein aus dem original gerippten Apfelweinglas trinken. Pur, sauer- (mit Mineralwasser) oder süßgespritzt (mit Limonade), ausgeschenkt aus einem traditionellen Tonkrug. Dazu gibt’s „Handkäs mit Musik“.